Rotwein / Bordeaux / Frankreich. Der 2017er präsentiert sich im Glas in einem dunklen, einladenden Rubinrot – sondern ein ehrliches, lebendiges Rot. In der Nase: Reife dunkle Kirschen, ein Hauch von Pflaume, dezentes Zedernholz und eine feine erdige Note, die an feuchten Waldboden nach einem Sommerregen erinnert. Dahinter lugt ein Anflug von Lakritz hervor. Am Gaumen zeigt sich der Chateau Ducluzeau von einer entwaffnend zugänglichen Seite: Samtige Tannine, die weder rustikal noch aufdringlich sind, eine saftige Frucht, die sich mit einer angenehmen Frische verbindet, und ein Finale, das mittellang und elegant ausklingt. Kein Wein, der einen erschlägt, sondern einer, der umarmt. Der Merlot-Anteil sorgt für diese geschmeidige, runde Textur, während der Kalksteinboden von Listrac dem Ganzen ein mineralisches Rückgrat verleiht. Es ist diese Balance zwischen Seidigkeit und Struktur, die Ducluzeau so verdammt trinkig macht. Und was essen wir dazu? Ein geschmortes Rinderragout. Ein Entrecôte vom Grill, medium rare, mit nichts weiter als grobem Salz und schwarzem Pfeffer. Eine Lammkeule mit Rosmarin und Knoblauch. Oder einfach ein Stück gereifter Comté und eine Handvoll Walnüsse.
Verkauf ab März!
Rebsorte: Merlot / Cabernet Sauvignon / Petit Verdot
Geschmack: trocken
Weinregion: Bordeaux / Frankreich
Alkohol: 13,5 % vol
Säuregehalt: - g/l
Restsüße: - g/l
Allergenhinweis: Enthält Sulfite
Erzeuger/Abfüller: Chateau Ducluzeau / 25 Route du Bourg / 33480 Listrac-Médoc / Frankreich
Chateau Ducluzeau Listrac-Medoc 2017
Crew-Index: 5 Gläser / 91 Punkte
Gehaltvoll, hochfein und sehr harmonisch - Grandioser Rotwein perfekt für große Anlässe.
Château Ducluzeau ist der klassische „Insider-Tipp“, den man eigentlich gar nicht mehr verraten will, weil er dann teurer wird. Ein Bordeaux mit Charakter, Terroir und einem Preis, bei dem man nicht sofort die Hypothek aufstocken muss. Listrac ist die am höchsten gelegene Appellation im Médoc, was in einer Region, die ansonsten flacher ist als eine Crêpe, durchaus etwas bedeutet. Hier, auf einem Plateau aus Kalkstein und Kies, weht ein anderer Wind. Buchstäblich. Die Reben müssen sich ein bisschen mehr anstrengen, ein bisschen tiefer wurzeln. Und genau das schmeckt man. 2017 war im Bordeaux, sagen wir mal: charakterbildend. Ein später Frost im April, der vielen Winzern schlaflose Nächte bereitete, gefolgt von einem warmen Sommer, der die überlebenden Trauben dann doch noch ins Ziel trug. Manche Weingüter verloren bis zu 50 Prozent ihrer Ernte. Das Ergebnis? Weniger Wein, aber in den besten Fällen: konzentrierter, fokussierter, mit einer Tiefe, die überraschte. Und Ducluzeau? Hat sich wacker geschlagen. Mehr als das.