Weißwein / Galicien / Spanien. Terras Gauda Rias Baixas ist nicht einfach nur ein Wein. Es ist ein Liebesbrief aus Granit und Atlantik. Er verbindet die aromatische Intensität des Albariño mit der Struktur und dem mineralischen Tiefgang, den die beiden kleinen autochthonen Sorten Caiño Blanco und Loureiro mitbringen. Ein moderner galicischer Klassiker – präzise, charakterstark und dabei unglaublich trinkig. Weißer Pfirsich, Grapefruit, ein Hauch reife Banane. Wer die Vielfalt der Rías Baixas wirklich verstehen will, kommt an diesem Weißwein nicht vorbei. Der klassische Begleiter zu: Pulpo á feira, Percebes, Jakobsmuscheln, frischen Sardinen. Ebenso hervorragend zu rohem Fisch (Ceviche, Sashimi), Ziegenfrischkäse oder asiatisch gewürzten Gerichten.
Rebsorte: Albariño / Caíño / Loureiro
Geschmack: trocken
Weinregion: Galicien
Alkohol: 12,5 % vol
Säuregehalt: - g/l
Restsüße: - g/l
Allergenhinweis: Enthält Sulfite
Erzeuger/Abfüller: Bodegas Terras Gauda, S.A. / Carretera Tui - A Guarda s/n / 36760 O Rosal (Pontevedra) / Spanien
Terras Gauda Rias Baixas 2022
Crew-Index: 4 Gläser / 82 Punkte
Balanciert, typisch und delikat - Bemerkenswertes zum Genießen an Bord.
Zunächst die Geografie-Nachhilfe: Rías Baixas bedeutet so viel wie "niedere Flussmündungen". Klingt weniger sexy als "Côte d'Azur", ist aber weinmäßig gesehen pures Gold. Oder besser: pures Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Diese Ecke hat mit dem Spanien von Pauschalreise-Fantasien etwa so viel zu tun wie ein Labrador mit einer Perserkatze. Statt Flamenco gibt's hier Gaita (Dudelsack), statt Sangria schlürft man Albariño, und statt 40 Grad im Schatten herrscht ein Klima, bei dem selbst Bretonen anerkennend nicken würden. Die Bodegas Terras Gauda wurde 1990 gegründet – also quasi gestern, nach europäischen Weingut-Standards. Aber was die an Tradition fehlt, machen sie an Hingabe wett. Die Weinberge liegen im Subgebiet O Rosal, direkt an der portugiesischen Grenze, wo die Reben den Atlantik quasi beim Frühstück sehen können. Fun Fact: "Terras Gauda" bezieht sich auf die historische Bezeichnung für diese Landstriche. Die Goten (ja, die Germanen) haben hier mal gewohnt. Vielleicht erklärt das, warum der Wein so gut zu deutschem Gemüt passt: eine gewisse nordische Seelenverwandtschaft.